AUSZUG AUS DEM HAMBURGER ABENDBLATT

Aktion: Menschen machen eine Liebeserklärung an den Michel. Die Namen der Gewinner werden auf einer großen Kupfertafel verewigt.

16.000 Menschen haben sich auf den „Michel-Tafeln“ verewigt

Anlass der buchstäblich einmaligen Initiative ist ein Jubiläum. Vor annähernd 25 Jahren, im Oktober 1984, wurde die erste von bisher 199 „Michel-Tafeln“ mit Metallankern in einem 20 Zentimeter tiefen Betonbett verlegt. Mittlerweile haben sich vor der traditionsreichen Barockkirche mehr als 16.000 Menschen mit gut 10.000 Gravuren verewigt. Gegen Gebühr. Unter dem Strich kamen auf diese Weise mehr als 1,5 Millionen Euro an Spenden zusammen. Ohne jeden Abzug kamen sie der Sanierung von St. Michaelis zugute.
Die Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg
Die Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg
Foto: Andreas Laible

Kupfertafel Nummer 200 mit den Namen der zehn Sieger dieser Aktion wird wohl im Oktober einbetoniert. Gewonnen jedoch haben eigentlich alle: die Hansestadt, ihre berühmteste Kirche, Hamburgs Bürger – und die Teilnehmer des Wettbewerbs. Manchem ging das Herz derart über, dass er sich nicht an die vorgegebenen maximal 100 Zeichen halten konnte. So wurden auch lange Liebesbotschaften übermittelt. Dazu gehören persönliche Erinnerungen an nicht vergessene Kriegszeiten, Gedichte und private Eckpfeiler des Lebens wie Geburten, Hochzeiten, Trauerzeremonien. Und man muss nicht aus Hamburg kommen, um diesem Gotteshaus besondere Wertschätzung zukommen zu lassen. So schrieb Franz Gruber aus Babenhausen, dass er an „seinem“ Michel rund 800 Stunden gearbeitet hat – und dabei 42.000 Streichhölzer verbrauchte.

 

Ausgewählt wurden andere. Ein Beispiel: "um sein Haupt immer der Wind der Freiheit weht"

Ich habe mir scheinbar wohl zu viel Arbeit gemacht ?

Neuere Posts → Home ← Ältere Posts